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Ford Explorer: Kaufberatung, Motoren, Vergleich & Probleme

Es gibt Autos, die sind einfach immer da – der Ford Explorer gehört definitiv dazu. Seit über drei Jahrzehnten begleitet er die amerikanische SUV-Geschichte, und seit 2024 wagt er mit einer Elektroversion auf MEB-Basis den Sprung nach Europa – in diesem Artikel erfahren Sie, welche Motoren sich lohnen, welche Baujahre Sie meiden sollten und wie er sich gegen Konkurrenten schlägt.

Modellreihen: 6 Generationen seit 1991 · Motorvarianten: Benzin, Hybrid, Elektro · Sitzplätze: bis zu 7 · Reichweite (Elektro): bis zu 374 km (WLTP) · Ladeleistung (DC): bis zu 125 kW

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Elektroversion könnte den europäischen Markt für Ford öffnen (auto motor und sport (Automagazin))
  • Langzeitqualität der MEB-Baureihe bleibt abzuwarten (auto motor und sport (Automagazin))

Die technischen Daten des Ford Explorer in der Übersicht:

Technische Daten des Ford Explorer im Überblick
Merkmal Wert
Modellreihe Ford Explorer
Hersteller Ford Motor Company
Bauzeit seit 1991
Generationen 6
Antrieb Verbrenner, Hybrid, Elektro
Sitzplätze 5–7
Kofferraumvolumen 450–2.300 l
Höchstgeschwindigkeit (Elektro) 180 km/h

Ist der Ford Explorer ein gutes Auto?

Die Antwort hängt maßgeblich von der Generation und dem Baujahr ab. Der Explorer ist ein wandlungsfähiger SUV, aber nicht jeder Jahrgang ist empfehlenswert.

Der Trade-off

Käufer in Deutschland bekommen einen geräumigen Familien-SUV, müssen aber mit überdurchschnittlich vielen Rückrufen und Problemen rechnen – vor allem bei älteren Baujahren.

Die Vor- und Nachteile des Ford Explorer

Vorteile

  • Sehr geräumig (bis zu 7 Sitzplätze) (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin))
  • Starke Motoren (V6 und V8) in älteren Generationen
  • Moderne Elektroversion mit MEB-Technologie

Nachteile

  • Überdurchschnittlich viele Rückrufe (Handelsblatt (Wirtschaftszeitung))
  • Hoher Benzinverbrauch bei älteren Motoren
  • Unsichere Langzeitqualität der Elektroversion

Kosten und Zuverlässigkeit

Ein neuer Ford Explorer kostet je nach Ausstattung zwischen 35.000 und 70.000 Euro. Gebrauchte Modelle sind bereits ab etwa 15.000 Euro erhältlich. Die Zuverlässigkeit ist durchwachsen: Besonders die Baujahre 2002–2005 und 2011–2013 sollten gemieden werden.

Im Februar 2026 rief Ford in den USA 412.774 Explorer wegen möglicher Probleme an den Hinterachs-Spurstangen zurück, die zum Verlust der Lenkkontrolle führen könnten (Handelsblatt). Ein weiterer Rückruf im gleichen Monat betraf 40.655 Fahrzeuge wegen Batterieausfällen und defekten Bremspedalen (Handelsblatt).

Fazit: Der Ford Explorer ist ein zuverlässiges Auto für Familien, die Platz brauchen – aber nur, wenn Sie die richtigen Baujahre wählen und die häufigen Rückrufe ernst nehmen. Käufer in Deutschland: Greifen Sie zu Modellen von 2016–2019 oder der neuen Elektroversion ab 2024. Sparfüchse: Meiden Sie die Baujahre 2002–2005 und 2011–2013.

Die Wahl des richtigen Baujahrs bleibt der entscheidende Faktor.

Welches Auto ist vergleichbar mit Ford Explorer?

Der Ford Explorer konkurriert mit mehreren Mittelklasse-SUVs, die alle ähnliche Größe und Ausstattung bieten. Drei Modelle stechen besonders hervor.

Vergleich mit VW ID.4, Audi Q4 und Škoda Enyaq

Warum das wichtig ist

Für Käufer in Deutschland sind die drei VW-Konzern-Modelle die direkten Rivalen der Elektroversion des Ford Explorer – alle basieren auf derselben MEB-Plattform, unterscheiden sich aber in Preis, Design und Alltagstauglichkeit.

Die direkten Konkurrenten im Vergleich:

Merkmal Ford Explorer (Elektro) VW ID.4 Audi Q4 e-tron Škoda Enyaq
Plattform MEB MEB MEB MEB
Leistung 150–210 kW 125–220 kW 125–220 kW 125–220 kW
Reichweite (WLTP) bis 374 km bis 522 km bis 520 km bis 545 km
Preis (ca.) ab 45.000 € ab 40.000 € ab 48.000 € ab 35.000 €
Sitzplätze 5–7 5 5 5

Der Preisunterschied ist deutlich: Der Škoda Enyaq startet rund 10.000 Euro günstiger als der Ford Explorer, während der Audi Q4 e-tron teurer ist. Der Ford bietet jedoch mehr Sitzplätze.

Alternativen zum Ford Explorer 2026

Neben den VW-Konzern-Modellen gibt es auch Alternativen wie den Hyundai Ioniq 5 oder den Kia EV6, die ebenfalls auf Elektroantrieb setzen. Benzin-Fans greifen zum Toyota Highlander oder zum Chevrolet Traverse – beide aber in Deutschland kaum erhältlich.

Der Explorer bleibt in seiner Klasse der einzige SUV mit optionalen 7 Sitzplätzen – ein klarer Vorteil für Familien.

Welchen Motor hat der Ford Explorer?

Die Motorpalette des Ford Explorer ist so vielfältig wie seine Geschichte. Von klassischen Benzinern über Hybride bis zum reinen Elektroantrieb.

Benzinmotoren

Die älteren Generationen (bis 2019) sind mit V6- und V8-Motoren ausgestattet. Typische Vertreter sind der 3.5L V6 mit etwa 210 kW und der 5.0L V8 mit bis zu 290 kW. Der Verbrauch liegt bei diesen Modellen zwischen 10 und 15 Litern pro 100 km.

Hybridantrieb

Seit der fünften Generation (2019) gibt es auch eine Hybridversion, die einen 3.3L V6 mit einem Elektromotor kombiniert und eine Systemleistung von rund 240 kW bietet. Der Verbrauch sinkt auf etwa 7–9 Liter.

Elektromotor (MEB)

Die sechste Generation (2024) ist vollelektrisch auf der MEB-Plattform unterwegs. Die Leistung liegt zwischen 150 und 300 kW, die Reichweite beträgt bis zu 374 km (WLTP). Geladen wird mit bis zu 125 kW Gleichstrom.

Was ist der größte SUV von Ford?

Der Ford Explorer ist das größte SUV-Modell von Ford – zumindest in der aktuellen Modellpalette für Europa. In den USA gibt es noch den Ford Expedition, der aber nicht offiziell nach Deutschland importiert wird.

Positionierung in der Ford-Modellpalette

Mit einer Länge von rund 5,05 Metern übertrifft der Explorer den Ford Edge (4,80 m) und den Ford Kuga (4,61 m) deutlich. Er bietet bis zu 2.300 Liter Kofferraumvolumen – das ist mehr als doppelt so viel wie der Kuga.

Größenvergleich mit anderen Ford-SUVs

Modell Länge (ca.) Sitzplätze Kofferraum (l)
Ford Kuga 4,61 m 5 475
Ford Edge 4,80 m 5 602
Ford Explorer 5,05 m 5–7 450–2.300

Für Familien in Deutschland, die ein großes Auto brauchen, ist der Explorer die erste Wahl bei Ford – der Expedition bleibt ein amerikanischer Exot.

Von welchem Baujahr sollte man den Ford Explorer meiden?

Die Erfahrung zeigt: Nicht jedes Baujahr ist empfehlenswert. Besonders zwei Zeiträume fallen negativ auf.

Bekannte Probleme nach Baujahr

  • 2002–2005: Häufige Getriebeprobleme, Rost an der Hinterachse (auto motor und sport (Automagazin))
  • 2011–2013: Defekte an der Radaufhängung, Rückruf von 775.000 Fahrzeugen (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin))
  • 2018–2022: Bruchgefahr an Befestigungsschraube der Hinterachse (auto motor und sport (Automagazin))

Empfehlungen für Gebrauchtwagenkäufer

Die zuverlässigsten Baujahre sind 2016–2019 (fünfte Generation) und die neue Elektroversion ab 2024. Modelle von 2020 bis 2022 sind aufgrund der Hinterachs-Probleme mit Vorsicht zu genießen.

Achtung

Ein Rückruf aus dem Jahr 2025 betraf 3.493 Fahrzeuge in Deutschland, weil zu hohe Temperaturen die Kraftstoffversorgung beeinträchtigen und zum Motorabsterben führen können (auto motor und sport (Automagazin)). Prüfen Sie vor dem Kauf unbedingt, ob Ihr Wunschmodell betroffen ist.

Die Rückrufhistorie ist ein entscheidender Faktor beim Gebrauchtwagenkauf.

Bestätigte Fakten und Unsicherheiten

Bestätigte Fakten

  • Ford Explorer Elektro basiert auf MEB-Plattform (auto motor und sport (Automagazin))
  • Benzinmotoren der älteren Modelle sind V6 und V8 (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin))
  • Explorer ist größter SUV von Ford in Europa (auto motor und sport (Automagazin))

Was unklar ist

  • Genauer Preis für den Explorer 2026 (Handelsblatt (Wirtschaftszeitung))
  • Zuverlässigkeit der neuesten Elektroversion (auto motor und sport (Automagazin))
  • Langzeitqualität der MEB-Baureihe

Der Rückruf 2025 betraf in Deutschland 3.493 Fahrzeuge – ein klares Signal, dass die Hitzeempfindlichkeit der Kraftstoffversorgung ein ernstes Problem ist.

– auto motor und sport (Automagazin)

Die Unsicherheit bleibt: Wird die Elektroversion langfristig zuverlässig sein? Die ersten Berichte sind positiv, aber die Langzeiterfahrung fehlt noch.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet der Ford Explorer 2026?

Der genaue Preis für 2026 ist noch nicht bekannt. Schätzungen gehen von 45.000 bis 65.000 Euro für die Elektroversion aus.

Ist der Ford Explorer zuverlässig?

Die Zuverlässigkeit variiert stark nach Baujahr. Modelle von 2016–2019 gelten als zuverlässig, ältere Baujahre haben häufiger Probleme (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin)).

Welche Garantie gibt es auf den Ford Explorer?

Neuwagen haben in Deutschland 2 Jahre Herstellergarantie. Die Elektroversion kann zusätzlich eine Batteriegarantie von 8 Jahren erhalten.

Wie hoch ist der Verbrauch des Ford Explorer Benzin?

Ältere V6-Modelle verbrauchen 10–15 Liter pro 100 km, neuere Hybridversionen etwa 7–9 Liter.

Gibt es eine Hybridversion des Ford Explorer?

Ja, die fünfte Generation (seit 2019) bietet einen 3.3L V6-Hybrid mit rund 240 kW Systemleistung.

Wo wird der Ford Explorer gebaut?

Der Explorer wurde in den USA (Chicago) und China produziert. Die Elektroversion auf MEB-Basis wird in Europa gefertigt.

Für Käufer in Deutschland ist die Entscheidung klar: Wer einen geräumigen Familien-SUV sucht und die Rückrufe ernst nimmt, findet im Ford Explorer einen soliden Begleiter – vorausgesetzt, man wählt das richtige Baujahr. Die Elektroversion bietet eine moderne Alternative, aber die Langzeitqualität bleibt abzuwarten. Für Sparfüchse: Meiden Sie die Baujahre 2002–2005 und 2011–2013, oder greifen Sie zu einem Modell von 2016–2019.

Fazit: Der Ford Explorer ist ein ehrlicher SUV, der Platz und Leistung bietet – aber nicht ohne Macken. Familien in Deutschland: Kaufen Sie Baujahre 2016–2019 oder die Elektroversion ab 2024. Sparfüchse: Meiden Sie 2002–2005 und 2011–2013. Für alle anderen: Prüfen Sie vor dem Kauf die Rückrufhistorie.



Matthias Becker
Matthias BeckerRedaktionsmitarbeiter

Matthias Becker ist Senior Reporter bei Hauptreport.