Seit November 2025 surfen 1&1-Kunden nicht mehr im Telefónica-Netz, sondern im eigenen 1&1-Netz oder bei Vodafone – ein Wechsel, der bis heute für Verwirrung sorgt. Die Antwort auf die Frage „Welches Netz hat 1&1?“ ist daher nicht mehr pauschal zu beantworten.

Aktuelle Netze: Eigenes 1&1-Netz und Vodafone · 5G-Abdeckung: 25% (12,5 Mio. Nutzer) · Wechsel seit: November 2025 · Eigene Netzkennung: 262-23 · LTE-Qualität: Hervorragend in Tests

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Genauer Zeitplan für 5G-Ausbau 2026/2027
  • Vollständige Abdeckungskarten außerhalb von Städten
  • Wie sich Open-RAN-Technologie langfristig schlägt
3Zeitleisten-Signal
  • Vor 2025: Telefónica-Netz genutzt
  • November 2025: Vollständiger Wechsel
  • Dezember 2025: 5G-Abdeckung 25% vermeldet
4Wie es weitergeht
  • Bundesnetzagentur verpflichtet bis 2030 auf 50% Bevölkerungsabdeckung
  • 1&1 plant bis Ende 2026 nahezu 100% 5G-Abdeckung via Vodafone-Roaming
  • Ausbau in weiteren Städten geplant

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten technischen Merkmale des 1&1-Mobilfunknetzes zusammen.

Merkmal Wert
Netzbetreiber 1&1 + Vodafone (National Roaming)
5G-Erreichbarkeit 25% (Dezember 2025)
Wechsel-Datum November 2025
Netzkennung 262-23
Aktive Antennen 1.000–1.500 (Q1 2026)
Flächenabdeckung eigenes Netz ca. 1,4% (Oktober 2025)

Welches Netz habe ich bei 1&1?

Seit Dezember 2023 bietet 1&1 ein eigenes Mobilfunknetz an, das sich jedoch noch im Aufbau befindet. Zum Ende 2024 schloss der Anbieter einen National-Roaming-Vertrag mit Vodafone ab – seit November 2025 surfen alle Bestandskunden nicht mehr im Telefónica-Netz, sondern im eigenen 1&1-Netz oder im Vodafone-Netz.

Eigenes 1&1-Netz

Die eigene Netzkennung 262-23 ist seit November 2025 offiziell aktiv. In Q1/2026 funkten laut Berichten etwa 1.000 bis 1.200 Antennen von 1&1 in rund 170 Städten. Das schnellste von CHIP gemessene Download-Sample erreichte 477 MBit/s – ein respektabler Wert, der zeigt, dass das junge Netz technisch auf der Höhe ist.

Was zu beachten ist

Das eigene 1&1-Netz deckt Stand Oktober 2025 nur rund 1,4 Prozent der bundesweiten Fläche ab. Wer außerhalb der Ausbaugebiete unterwegs ist, greift automatisch auf Vodafone zurück.

Vodafone-Integration

Wo 1&1 noch keine eigenen Anlagen betreibt, nutzen Kunden für All-Net-Flats das Mobilfunknetz von Vodafone. Die LTE-Verfügbarkeit im Vodafone-Netz beträgt 99,2 Prozent der deutschen Haushalte, die 5G-Abdeckung erreicht 94 Prozent. Geschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s sind über LTE und 5G im Vodafone-Netz möglich.

Netzkennung 262-23

Die offizielle Kennung 262-23 identifiziert den 1&1-Mobilfunk auf Netzebene. Bei technischen Fragen oder in Apps zur Netzidentifikation wird diese Kennung angezeigt – ein klares Signal, dass 1&1 als eigenständiger Netzbetreiber agiert, nicht mehr als virtueller Netzbetreiber im Telefónica-Netz.

Fazit: 1&1-Kunden surfen seit November 2025 im eigenen Netz oder bei Vodafone – nicht mehr bei O2/Telefónica. Die Netzqualität hängt davon ab, ob am jeweiligen Standort eigene 1&1-Antennen vorhanden sind. Wer in einem 1&1-Ausbaugebiet wohnt, profitiert von technisch konkurrenzfähigen Geschwindigkeiten; außerhalb greift das zuverlässige Vodafone-Netz als Fallback ein.

Ist 1&1 im Vodafone-Netz?

Ja – teilweise. Aber die Situation ist differenzierter als eine einfache Ja/Nein-Antwort. 1&1 hat ein eigenes Netz aufgebaut und gleichzeitig eine Partnerschaft mit Vodafone als Fallback-Lösung. Das Vodafone-Netz fungiert als Lückenfüller, nicht als primäres Netz.

Aktueller Status

Anfang 2026 waren via Vodafone rund 93 Prozent der Fläche in nahezu allen Städten mit 5G-Internet versorgt. Gleichzeitig kommt das eigene 1&1-Netz auf etwa 1,4 Prozent Flächenabdeckung. Die Bundesnetzagentur verpflichtet 1&1, bis 2030 immerhin 50 Prozent der Bevölkerung mit dem eigenen Mobilfunknetz zu versorgen.

Technische Rufnummern

Die Netzkennung 262-23 gehört offiziell zu 1&1. Bei der manuellen Netzsuche im Smartphone erscheint bei guter Abdeckung daher „1&1″ als Netzname – nicht „Vodafone“ oder „O2″. In Gebieten ohne eigene Abdeckung springt das Gerät automatisch auf die Vodafone-Kennung um.

Vergleich D1 D2

1&1 gehört weder zum D1-Netz der Telekom noch zum D2-Netz von Vodafone im engeren Sinne. D1 und D2 bezeichnen die Netze der beiden großen etablierten Anbieter. 1&1 ist ein eigenständiger Netzbetreiber mit eigener Kennung, der bei Bedarf auf das Vodafone-Netz (D2) zugreift.

Fazit: 1&1 ist nicht primär im Vodafone-Netz, nutzt es aber als Absicherung. Kunden profitieren von der hohen Vodafone-Abdeckung, ohne einen direkten Vodafone-Vertrag abgeschlossen zu haben.

Haben O2 und 1&1 das gleiche Netz?

Nein. O2 gehört zu Telefónica, 1&1 betreibt ein eigenes Netz und nutzt Vodafone als Partner. Die früher enge Verbindung zwischen 1&1 und Telefónica ist seit November 2025 offiziell beendet.

O2-Netz (Telefónica)

O2 Telefónica betreibt rund 29.000 Mobilfunk-Antennen und erreichte im connect-Netztest 937 Punkte mit der Note „sehr gut“. Die 5G-Bevölkerungsabdeckung liegt bei 99 Prozent. Im Juli 2024 deckte das 4G-Netz von Telefónica 87 Prozent der Fläche ab.

Unterschiede zu 1&1

Während O2 ein ausgebautes eigenes Netz mit nationaler Abdeckung betreibt, befindet sich das 1&1-Netz noch in der Aufbauphase. Mit nur 1.000 bis 1.500 aktiven Antennen kann 1&1 nicht mit O2, geschweige denn mit der Telekom (96.500 Antennen) oder Vodafone (36.000 Antennen) konkurrieren. Telefónica deckte im Juli 2024 mit dem 4G-Netz 87 Prozent der Fläche ab – ein Vielfaches der aktuellen 1&1-Flächenabdeckung.

Gemeinsamkeiten

Beide Anbieter haben in den letzten Jahren ihre Netzqualität deutlich verbessert. O2 Telefónica verzeichnete mit einem Plus von 28 Punkten die größte Leistungssteigerung aller Anbieter in der DACH-Region. Auch 1&1 erzielte bei Tests Spitzenwerte bei Geschwindigkeiten, sobald eigene Antennen verfügbar sind.

Fazit: O2 und 1&1 nutzen seit November 2025 komplett unterschiedliche Netze. Wer von O2 zu 1&1 wechselt, muss sich auf eine andere Netzabdeckung einstellen – besonders in ländlichen Gebieten.

Wie gut ist das Netz von 1&1?

Die Netzqualität von 1&1 hängt stark vom Standort ab: In Städten mit eigenen Antennen erreichen Kunden hervorragende Geschwindigkeiten, in ländlichen Gebieten sind sie auf das Vodafone-Netz angewiesen. Unabhängige Tests bewerten das Vodafone-Netz durchweg positiv.

LTE- und 5G-Tests

Im Stiftung Warentest Netztest (04/2022) erhielt das Vodafone-Netz die Note „GUT“ (1,7). Der Connect-Netztest (1/2023) vergab für das Vodafone-Netz die Note „Sehr gut“ mit 915 von 1.000 Punkten. Im CHIP-Netztest 2022/23 erzielte das Vodafone-Netz die Gesamtnote 1,4. Diese Ergebnisse sind relevant, da 1&1-Kunden das Vodafone-Netz als Fallback nutzen.

Das schnellste von CHIP gemessene Download-Sample im eigenen 1&1-Netz lag bei 477 MBit/s – ein beeindruckender Wert, der zeigt, dass das 1&1-Netz bei vorhandener Abdeckung technisch konkurrenzfähig ist.

Abdeckung prüfen

1&1 bietet auf seiner offiziellen Seite einen Netzcheck an, der die 5G-Verfügbarkeit an konkreter Adresse anzeigt. Kunden können dort prüfen, ob am eigenen Standort eigene 1&1-Abdeckung oder nur Vodafone-Roaming verfügbar ist.

Qualitätsvergleich

Telekom und Vodafone liegen bei der Funkabdeckung in Innenräumen klar vorne, während O2 und 1&1 oft mit Empfangsproblemen kämpfen. Das zeigt sich besonders in Gebäuden mit dickem Beton oder in Kellergeschossen. Vodafone verbesserte seine Netzqualität trotz der Übernahme von rund zehn Millionen zusätzlichen 1&1-Kunden um 13 Punkte – ein Zeichen für Netzstabilität.

Netztest-Einordnung

Die drei etablierten Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica erreichen mit dem 2G-Standard jeweils über 98 Prozent Abdeckung. Für 1&1-Kunden relevant: Wo das eigene Netz nicht verfügbar ist, greift das Vodafone-Netz mit dieser hohen Grundabdeckung.

Welches Netz ist besser: 1&1 oder Vodafone/O2?

Direkte Vergleiche sind kompliziert, weil 1&1 je nach Standort zwei verschiedene Netze nutzt. Bei eigener Abdeckung punktet 1&1 mit hohen Geschwindigkeiten; bei Vodafone-Roaming profitieren Kunden von der starken Vodafone-Infrastruktur; bei O2-Abdeckung (historisches Netz) war die Leistung etwas schwächer.

Die folgende Vergleichstabelle stellt die wesentlichen Kennzahlen der drei Netzbetreiber gegenüber.

Kriterium 1&1 (eigenes Netz) Vodafone O2 Telefónica
Antennenanzahl 1.000–1.500 36.000 29.000
5G-Bevölkerungsabdeckung 25% (Dez. 2025) 94% 99%
5G-Flächenabdeckung 1,4% 93% 87% (4G)
connect-Netztest 937 Punkte (sehr gut) 937 Punkte (sehr gut)
Spitzengeschwindigkeit 477 MBit/s bis 1.000 MBit/s

Drei Anbieter, drei Strategien: Vodafone und O2 punkten mit flächendeckenden Netzen und hohen Punktzahlen in unabhängigen Tests, während 1&1 auf ein wachsendes eigenes Netz mit technisch konkurrenzfähigen Geschwindigkeiten setzt.

Vodafone vs. 1&1

Vodafone bietet mit 36.000 Antennen und 94 Prozent 5G-Bevölkerungsabdeckung ein deutlich ausgebauteres Netz als das noch im Aufbau befindliche 1&1-Netz. Wer viel in ländlichen Gebieten unterwegs ist, profitiert bei 1&1 vom Vodafone-Roaming – die Qualität entspricht dann einem direkten Vodafone-Vertrag.

O2 vs. 1&1

O2 Telefónica verfügt mit 29.000 Antennen und 99 Prozent 5G-Bevölkerungsabdeckung über ein flächendeckendes Netz. Seit November 2025 teilen sich die Anbieter keine Infrastruktur mehr. 1&1-Kunden sind nicht mehr von O2-Netzqualität abhängig.

Vorteile

  • 5G in eigenen Tarifen ohne Aufpreis enthalten
  • Bis zu 300 MBit/s Download über LTE und 5G
  • Vodafone-Roaming als zuverlässige Absicherung
  • Schnelle eigene Antennen mit bis zu 477 MBit/s
  • Günstige Tarife ab 14,99 € im Monat

Nachteile

  • Eigenes Netz erst bei 1,4% Fläche
  • 5G-Abdeckung nur 25% der Bevölkerung
  • Deutlich weniger Antennen als Konkurrenz
  • In Innenräumen oft auf Vodafone angewiesen
  • Open-RAN-Technologie noch nicht ausgereift

Entwicklung des 1&1-Netzes

  • : 1&1 startet eigenes Mobilfunknetz
  • : Bundesnetzagentur meldet unter 1% Flächenabdeckung
  • : National-Roaming-Vertrag mit Vodafone tritt in Kraft
  • : Telefónica-Abdeckung noch bei Bestandskunden
  • : Vollständiger Wechsel aller Kunden zu 1&1/Vodafone
  • : 1&1 meldet 25% 5G-Abdeckung (12,5 Mio. Nutzer)
  • : Ca. 1.000–1.200 Antennen in etwa 170 Städten aktiv

Klarheit und Gerüchte

Bestätigte Fakten

  • 1&1 nutzt eigenes Netz + Vodafone seit November 2025
  • Netzkennung 262-23 offiziell zugeteilt
  • 1.000–1.500 aktive Antennen in Q1/2026
  • 5G-Abdeckung 25% (Dezember 2025)
  • Flächenabdeckung eigenes Netz: ca. 1,4%
  • Bundesnetzagentur verpflichtet bis 2030 auf 50% Bevölkerung

Unklare Punkte

  • Genauer Ausbauzeitplan für 2026/2027
  • Vollständige Abdeckungskarten außerhalb von Städten
  • Wie sich Open-RAN langfristig bewährt
  • Wann vollständiger Verzicht auf Vodafone-Roaming möglich

Seit Dezember 2023 bietet 1&1 ein eigenes Mobilfunknetz an, das sich noch im Aufbau befindet. Wo 1&1 noch keine eigenen Anlagen betreibt, springt Vodafone als Netzpartner ein.

Finanztip (Verbraucherportal)

Im Dezember 2025 verwies 1&1 auf eine Abdeckung im 5G-Netz von 25 Prozent – das entspricht etwa 12,5 Millionen erreichbaren Nutzern.

LTE-Anbieter.info (Fachportal)

Worauf Sie achten sollten

Die Abdeckung variiert stark je nach Region. Prüfen Sie vor Vertragsabschluss die Netzverfügbarkeit an Ihrem Wohnort über den offiziellen 1&1-Netzcheck, da das eigene Netz nur einen Bruchteil der Fläche abdeckt.

Verwandte Beiträge: Vodafone Senderliste und Änderungen

Beim Vergleich der Netzabdeckung lohnt ein Blick auf den aktuellen Störungsstatus bei 1&1, um laufende Ausfälle bei 1&1 frühzeitig zu erkennen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die Netzabdeckung von 1&1 im Ausland?

Im EU-Ausland gelten die Roaming-Regelungen der EU. 1&1-Kunden nutzen dann Partner-netze vor Ort, ähnlich wie bei anderen deutschen Anbietern. Die genauen Konditionen hängen vom jeweiligen Tarif ab.

Wie prüfe ich die 5G-Verfügbarkeit bei 1&1?

Auf der offiziellen Seite mobile.1und1.de/netzcheck können Sie Ihre Adresse eingeben und prüfen, ob 5G über das eigene Netz oder nur über das Vodafone-Roaming verfügbar ist.

Welcher Anbieter hat die beste Netzqualität?

Im aktuellen connect-Netztest erreichten Telekom und Vodafone die höchsten Punktzahlen. O2 verbesserte sich deutlich. 1&1 profitiert bei eigener Abdeckung von hohen Geschwindigkeiten, ist aber auf Vodafone-Roaming angewiesen.

Nutzt 1&1 noch das Telefónica-Netz?

Nein. Seit November 2025 sind alle Kunden vom Telefónica-Netz auf das eigene 1&1-Netz oder Vodafone umgestiegen. Die frühere enge Bindung an O2/Telefónica ist beendet.

Was bedeutet Netzkennung 262-23?

Die Kennung 262-23 identifiziert 1&1 als eigenständigen Netzbetreiber im deutschen Mobilfunk. Sie erscheint bei der manuellen Netzsuche und in Netzidentifikations-Apps.

Wie ist die LTE-Abdeckung von 1&1?

Wo eigene 1&1-Antennen fehlen, greifen Kunden auf das Vodafone-Netz zurück. Die LTE-Verfügbarkeit im Vodafone-Netz beträgt 99,2 Prozent der deutschen Haushalte.

Gibt es eine 1&1 Netzabdeckungskarte?

Ja, auf mobile.1und1.de/netzcheck zeigt 1&1 die Verfügbarkeit von LTE und 5G an. Die Karte unterscheidet zwischen eigener 1&1-Abdeckung und Vodafone-Roaming.

Für Nutzer in Deutschland ist die Entscheidung zwischen 1&1 und anderen Anbietern klar: Wer in einem gut ausgebauten 1&1-Gebiet lebt, erhält mit dem eigenen Netz technisch erstklassige Performance zu günstigen Tarifen. Wer häufig in ländlichen Regionen unterwegs ist, sollte die Vodafone-Roaming-Abdeckung vorab prüfen – die Absicherung funktioniert zuverlässig, macht 1&1 aber faktisch abhängig von einem zweiten Netz.